International Lighthouse Lightship Weekend 2017 – DL0MFK/LH

Was lange währt wird endlich gut. Nach einer langen Zeit hier nun der Bericht:

Auch in diesem Jahr waren wieder einige vom X43 auf Usedom beim internationalen Leuchtturm- und Feuerschiff-Wochenende dabei. Wie zuvor machten sich DH1NAX Alex, DN4MAX Max, DH1NFJ Jochen und DO2FD Dani auf die Reise, um in gemütlicher Athmosphäre Funkverbindungen mit dem Rufzeichen DL0MFK/LH aufzunehmen.

Am Donnerstagabend, dem 17.08., wurde der Bus fahrbereit gemacht und alle Sachen gepackt. Vieles wurde dann Freitag früh auch noch schnell in den Bus geschmissen.

Am Freitag machten Jochen und ich uns um 5:20 auf dem Weg nach Usedom. Auch in diesem Jahr wurden wir wieder von Sonnenschein auf der Autobahn begrüßt, aber es sollte sich herausstellen, dass das nicht so bleiben sollte.

Schon ab Berlin zog sich nach und nach der Himmel zu. Wir überquerten die Brücke nach Zecherin und auch hier wollte sich keine Wetterbesserung einstellen.

Gegen 11:45, nach 6,5 Stunden Fahrt inklusive einer Pause zum Frühstück auf der Raststätte Köckern, trafen Jochen und ich am Zollhafen ein. Weit und breit war noch niemand zu sehen. Also gingen wir ein kleines Stück dem Hafen entlang. Fast waren wir an der Anlegestelle für die Boote angekommen sahen wir eine Frau auf einer Bank sitzen, welche in ihr Buch versunken war. “Ach guck! Da ist Ilona!” Kurze Zeit später gesellte sich auch schon Rolf DL2ARH zu uns. Und wie es der Zufall so wollte kam auch schon Udo DL2AQI um die Ecke.

Die Skipper an der Anlegestelle im Hafen von Karnin.

Da wir der Meinung waren, dass uns dort hinten niemand finden wird, gingen wir auch wieder vor in den Zollhafen und setzten uns zum Imbiss.

Wir genehmigten uns in der Zwischenzeit einige Getränke. Plötzlich kam auch schon Torsten DL4APJ um die Ecke, kurz gefolgt von Jochen DM4JO und Kerstin. Auch die restlichen ließen nicht mehr lange auf sich warten. Reinhard DL5ZA mit Brigitte und Tasso DL5ZK mit Kerstin kamen mit ihrem Wohnwagengespannen an. Jetzt hieß es schnell noch was zu sich nehmen und dann ab auf die Wiese zum Aufbauen, denn der Regen sollte gegen 14 Uhr laut Wetterradar ankommen.

Jochen DH1NFJ war wieder übereifrig. Er probierte am Eingang der “üblichen” Wiese die Beschaffenheit. “Geht!” war sein Urteil, also geradewegs auf unseren Stellplatz – dachte er – nach 20 Metern ging dann schon wieder nichts mehr. Kein vor, kein zurück. Tasso DL5ZK bemerkte schnell das Problem und kam mit einem Grinsen und dem Abschleppseil. Das war für ihn ein leichtes Spiel – Danke noch einmal dafür 🙂

Also blieb uns schon keine andere Wahl, als auf die gegenüberliegende Wiese zu fahren. Aber jetzt heißt es schnell Aufbauen bevor es tatsächlich regnet. Kaum standen die ersten Zelte und schon regnete es in strömen.

Nach etwa einer Stunde Zwangspause hörte es dann auch schon auf. Nun mussten noch die letzten Zelte und Antennen aufgebaut werden. Es herrschte den ganzen Tag über ein schwülwarmes Klima, was nach dem Regen nur bedeutete, dass die Mücken zu Hauf aus ihren Ecken kamen. In der Zwischenzeit kam auch schon Wolfgang DL2ARN um die Ecke.

Fast vollständig versammelt und der Aufbau nahezu abgeschlossen gab es dann Bratwürste in geselliger Runde.

Es wurde dann auch schon dunkel als die letzten beiden Nachzügler Alex DH1NAX und Max DN4MAX um die Ecke kamen. Auch sie aßen noch schnell eine Kleinigkeit. Die Mücken wurden immer unerträglicher, sodass Jochen und ich es an dem Abend nicht länger ausgehalten haben. Kaum kuschelte sich jeder in seinen Schlafsack hörten wir auch schon, wie der Rest der Truppe in das Pavillon maschierten, da – wie sollte es auch anders sein – es wieder anfing zu regnen.

Der Samstag Morgen startete um 7 Uhr auch wieder etwas bewölkt. Nachdem alle aus ihren Nestern gekrochen waren stärkten wir uns wieder gemeinsam in gemütlicher Runde bei einem ausgiebigen Frühstück mit Rührei mit Speck. Dann wurden auch schon die letzten Antennen aufgebaut und der Himmel klarte auf und einige QSOs landeten bei den verschieden Stationen auf den Bändern 40m, 30m und 20m in den Logs.

Leider hat inzwischen die Haffschänke geschlossen und nur für größere Anlässe geöffnet. Demnach hieß es mittags wieder einen kurzen Fußmarsch zum Imbiss im Hafen zu machen. Das Essen war wie schon am Vortag nur mit einem naja zu bewerten, hauptsache was gegessen. Es bot sich uns eine wohl ungewollte Situationskomik – frech und unglaublich kreativ zugleich. Die Damen vom Imbiss waren so “freundlich”, wie man sich das nur vorstellen kann. Ein Lächeln oder ein Bitte und Danke darf man nicht erwarten. Im Gegenteil – man muss schon hart im Nehmen sein um sich nicht alles anzunehmen. Ich denke, wie auch in Torstens Bericht schon geschrieben wurde, dass wir hier nicht weiter ins Detail gehen werden. Die Bewertungen zum Imbiss sprechen für sich. Ob wir in den kommenden Jahren dort wieder etwas essen werden ist mehr als fraglich. Das heißt dann für die Zukunft mehr Selbstversorger, aber hey, da weiß man wenigstens was man hat.

Der restliche Tag verlief ruhig und wie gewohnt gemütlich. Am Nachmittag bekamen wir dann auch noch Besuch, was eine perfekte Gelegenheit für das Gruppenbild war.

Vom Winde verweht wurden hier v.l.: Reinhard DL5ZA, Wolfgang DL2ARN, Udo DL2AQI, Jochen DH1NFJ, SWL Kerstin, Torsten DL4APJ, Dani DO2FD, Ilona DG1ASK, Jochen DM4JO, Besucher Tim, Rolf DL2ARH, SWL Kerstin, Max DN4MAX, SWL Brigitte, Alex DH1NAX und Tasso DL5ZK

Gleich nach dem Gruppenbild ging es weiter, die Männer saßen an ihren Stationen und machten eine Verbindung nach der anderen. Am Abend gab es dann auch wieder Bratwürste – dieses Mal aus Hermsdorf – und wir ließen diesen Tag ausklingen.

Der Sonntagmorgen erwachte wieder bei ruhigem Wetter mit gemütlichem Frühstück. Einige Funkverbindungen gingen noch ins Log. Auch Rolf nahm, wie jedes Jahr, an der morgendlichen Marinefunkerrunde teil.

Der Tag stand letztenendes endgültig im Zeichen der Selbstversorger. Gegen Mittag bekamen wir so nach und nach Hunger. Kerstin kochte Bolognese, Bei einigen von uns gab es Hühner-Nudel-Topf, Reis und andere diverse Fertiggerichte. Alles was jeder in seinem Proviant finden konnte. Hauptsache nicht mehr dieser Imbiss.

Nach dem Mittag wurde hier und da schon etwas zusammengeräumt und einige Antennen abgebaut. Alex und Max machten sich schon am Nachmittag auf dem Weg nach Hause. Der Rest von uns harrte noch etwas aus. Schließlich wollten wir alle nicht in dem Sonntagspendelverkehr.

Am Abend bot sich dann ein reich gedeckter Tisch. Die Damen schnippelten diverse leckere Salate zusammen und kramten alles aus ihren Kühlschränken und Kühlboxen heraus. Kaum zu glauben, der Tisch war eine Augenweite – bunt und lecker zugleich. Noch einmal vielen dank für das super Abendessen 🙂

In einer ganz gemütlichen Runde, eng an eng, tranken wir noch etwas auf das Wochenende mit schönen Gesprächen. Durch den Regen wurde es aber auch schnell kalt, sodass wir alle mit Decken dick eingemummelt ausharrten.

Der Montagmorgen startete auch wieder bei einem Frühstück mit anschließenden Abbau der restlichen Vorzelte. Noch einen Blick zurück auf die Wiese und schon ging es wieder Richtung Heimat. Jochen und ich kamen sehr gut durch. Auf der A9 meldete sich dann Google, dass es Stau geben wird. Wir haben einmal den Fehler gemacht und nicht auf Google gehört, das passiert uns kein zweites Mal. Also schnell die Umfahrung, die uns vorschlagen wurde genommen, wieder auf die Autobahn gefahren und ohne weitere Probleme den Rest der Strecke gefahren. Insgesamt mit einer kurzen Pause von 10 Minuten fuhren wir 6,5 Stunden. So viel Glück sollten leider nicht alle haben.

An dieser Stelle lässt sich wieder nur einmal sagen, dass des trotz des recht durchwachsenen Wetters eine super Sache war. Ein kleiner Erholungstrip. Das Team von DL0MFK/LH ist einfach Wahnsinn; ein super Zusammenhalt, ein klasse Zusammenspiel. Jeder hilft wo er kann und das wichtigste: Jeder hat Spaß. Vielen Dank an Alle für das schöne Wochenende.

Nächstes Jahr werden Jochen und ich nicht mit dabei sein können, aber wir wünschen jetzt schon allen wieder viel Erfolg und Spaß.

 

 


Kommentare

International Lighthouse Lightship Weekend 2017 – DL0MFK/LH — 3 Kommentare

  1. Dani, vielen Dank für den schönen Bericht zum 2017er Lighthouse-Wochenende.

    Das ILLW mit dem MFK-Team ist seit vielen Jahren eines DER Highlights des Jahres für mich!

    Besonders freue ich mich, dass Ihr in den letzten Jahren mit dabei sein konntet – das ist eine echte Bereicherung des Teams, und es macht wirklich unheimlich Spass, dieses Event im Kreise von solch angenehmen Funkfreunden zu erleben. Das passt wirklich gut!

    Auch wenn Ihr 2018 nicht dabei sein werdet – manchmal sind die Prioritäten halt anders gesetzt… – hoffe ich doch sehr, in den Folgejahren wieder gemeinsam mit Euch am Stettiner Haff zu sitzen, bei “CQ Lighthouse” und Thüringer Rostbratwürsten aus Sumbarch und dem Thüringer Holzland.

    tnx, 73 & awds zur Wetzsteinwanderung am 16.12.17!

    Torsten, DL4APJ

  2. Pingback: 20. INTERNATIONAL LIGHTHOUSE / LIGHTSHIP WEEKEND (ILLW) 19./20.08.2017 – DLØMFK Lighthouse FED 274 / DE-0013

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