CQ 160m Contest CW 2015 DL3ANK @ DL5L

Ja mittlerweile ist es schon ein wenig Tradition das Norbert, DL3ANK, den CQ160m CW Contest vom Sieglitz aus funkt.

Technik dieses Jahr, TS590 + PA + Dipol @14m + Inv. L mit 23m Verticalteil + Reflektor.
Empfangsmäßig gab es noch 2 Beverages, eine in Richtung 320° 160m lang und eine in Richtung 265° 130m lang, beide an einer Anpassbox, über ein Relais umgeschalten.
Um es vorweg zu nehmen die Signal aus USA und Karibik waren auf der Vertical lauter und klarer wie auf den Beverages, keine Ahnung ob die Umschaltung nicht so richtig entkoppelt hat und so die beiden Beverages, sich gegenseitig ein wenig neutralisiert haben, das gilt es noch zu testen.

Leider hatte Norbert erst ab Samstag Zeit so das uns quasi ein Tag für eventuelle Experimente fehlte.

Aus Zeitgründen haben wir dieses Jahr auch auf den Aufbau der sonnst üblichen 270m langen Japan Beverage verzichtet was letztendlich auch kein Problem darstellt.

Aber experimentiert haben wir trotzdem.

Ich habe ewig überlegt wie wir die L-Antenne verbessern können, aber der Aufwand für eine 2. um ein 2ele Array zu bauen war viel zu hoch. Trotzdem ein wenig mit MMANA gespielt und als ich ausprobieren wollte wie sich die 20m lange, 20m entfernte 80m Vertical auf das ganze auswirkt, kam mir die Idee diese mit eine Spule auf 160m in Resonanz zu bringen und quasi als Lambda/8 entfernten Reflektor zu verwenden um in Richtung USA ein paar dB mehr zu holen. Das ganze langsam optimiert und siehe da bei einer 44uH Spule zeigen sich 3dB Gewinn im Vergleich zur Einzelantenne.

Also kurzerhand eine Spule auf eine Plasteflasche (Einweg) gewickelt diese halbiert und dann zusammen mit Norbert vor Ort noch abgeglichen, das wir eine Resonanzfrequenz von rund 1,815MHz erreichten (das L selbst war bei 1,855 resonant).
Und fertig war die (meines Wissens nach) erste Sendefähige Richtantenne für 160m in Thüringen, oder gab es so etwas schon einmal??
Während des Contestes hab ich die Verbindung zwischen dem 20m Strahler und der Spule gelegentlich mal aufgetrennt, um beim Reversebeaconnetzwerk mal diverse Unterschiede zu sehen.

Ich weis nicht wieviel jetzt die normalen Fluktuationen sind, wieviel Einbildung, und wieviel wirklich Richtwirkung. Aber bei diversen RBN Stationen waren einige dB zu holen, oder halt verloren, in der Gegenrichtung. So gab es definitiv eine Südost Schwäche, dafür hatte Norbert am Samstag in Russland ein Signal wo Goch garnicht und Ilmenau nur bedingt mithalten konnte. Sonntag hingegen waren die Signale bei UA4M allgemein sehr schlecht. Nach dem zuschalten des Reflektors am Sonntag gegen 18Uhr sind auf einmal auch wieder einige Meldungen von Stationen aus Schweden und Norwegen erschienen die bis dahin nur DR1A und DL1AUZ auf dem Schirm hatten. Aber der erhoffte Erfolg Nordwest blieb eigentlich aus, Samstag hatte Goch permanent ein 20dB lauteres Signal in EI und ein 10-15dB lauteres in GW, Sonntag früh konnte dann DL1AUZ in Ilmenau nachziehen, wo einfach vom Sieglitz aus nicht mehr raus zu holen war. Während hingegen in anderen Richtungen Norberts Signal durchaus mithalten konnte.

Das die Bäume völlig bereift waren hat wohl auch nicht gerade einen positiven Einfluss auf die Abstrahlung gehabt.

 

Bild 001Samstag Mittag Inspektionen der Beverages, links am Blitzableiter die Einspeisedose der beiden Beverages, rechts daneben Norbert DL3ANK.

 

Bild 006Die ersten Meter der USA Beverage.

 

Bild 008Sonntag Morgen 03.30 Uuhr, Inspektion und entreifung der beiden Beverages, hier die Karibik Beverage und ein Stück Zaun.

 

Bild 007

Hier die Verlängerungsspule der 80m Vertical. Der Bananenstecker wurde dann einfach mit einer Krokodilklemme an dem Massegitter welches unter dem 80m Array verlegt ist befestigt, rechts neben der PL-Buchse, in der der blaue Stecker steckt, ist ein Teil vom Gitter zu sehen.
Beim abtrennen des weisen vom schwarzen Draht, hat es doch erheblich gefunkt. Achja mit Reflektor war das SWR der Antenne auch besser wie ohne.
Der Ast wo die Flasche drauf steckt ist an der Stelle gewachsen, praktisch.

Bild 011Hier mal das Shack, Sonntagnachmittag, alles noch auf Standby.
Links der K3 diente mir als Kontroll RX, und ich hab damit auch mal ein wenig EP6T, DK65DARC und DL65DARC, mit 100W  gearbeitet.

Bild 012

Ein Lüfter an der Lampe. Ja, Problem, am Fußboden 4-8° und an der Decke über 30° C.
Das musste irgendwie umvereilt werden, wenn man selbst nicht funkt hat man Zeit so etwas mal unter Einsatzbedingungen zu testen.

Bild 013

Das selbe noch einmal, direkt hinter der PA wurde versucht die warme Luft hinter der PA unter den Tisch zu leiten.
Den Stromverbrauch des Contestes kenne ich leider noch nicht, nur wenn hier mit 100W gefunkt werden würde wäre dieser nicht deutlich niedriger wie mit Highpower, da man ja dann zusätzlich heizen müßte (und ein Lüfter liefe ja dann mit 2kW Dauerstrich), also Highpower funken spart Strom, und schont die Technik. 😉

Am Ende waren es glaube 876 QSOs (150 weniger wie letztes Jahr) 19 Staaten und 57 Länder, dafür das der Freitag komplett gefehlt hat ein doch beachtliches Ergebniss.

73 de Matthias DG0OKW

P.S. Eigentlich hatte ich nschon vor Monaten einen Beitrag über den WAE RTTY und das daraus resultierende K3 sterben zu schreiben, aber irgendwie fehlt mir die Motivation.

 

 

 

 


Kommentare

CQ 160m Contest CW 2015 DL3ANK @ DL5L — 4 Kommentare

  1. wieviel W/VE Stationen hat Norbert im Log? Das wäre mal interessant ob ihr mit euerer Beverage+ L Ant mehr erreicht habt, wie ich mit der K9AY+Dipol. im Vergleich zum letzten Jahr fehlen mir einige DXCC- 65 2014 und 60 jetzt. Fazit für mich: Ohne eine GP bin ich in Bezug auf QSO Zahlen und Multis am Ende angelangt. Mehr ist nicht zu holen. Also AUFRÜSTEN! Einige Ideen für die nächste Saison habe ich schon.
    Bis zum WPX! 73

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