IARU-HF-Weltmeisterschaft 10m SSB

Die IARU HF-Weltmeisterschaft gehört zu den größten Contesten im Amateurfunkjahr. Viele Länder beteiligen sich mit ihren HQ-Stationen Die, in den vergangenen Jahren sehr erfolgreichen deutschen Stationen, sind fast über das gesamte Bundesgebiet verteilt. Auf dem Wetzstein im Thüringer Wald befindet sich die Station für 10m SSB.

Im Vorfeld wurden eine 5ele ZX, einen 6ele (gebastelt aus KT34 Teilen) und das 2x4ele Stack getestet. 6ele und Stack jeweils zu unterschiedlichen Tagen auf demselben Mast. Fazit war das 6ele und Stack jeweils ein halbes dB besser gehen wie die 5ele. In der Praxis zeigte das Stack aber ein sehr merkwürdiges Verhalten. Innerhalb eines QSOs (DX) kam es vor das die Feldstärken so sehr schwankten das zum einen die 5ele besser war, dann wieder das Stack, teilweise auch nur die untere Antenne alleine. An einem Wochenende hat das Stack klar gegen die 5ele verloren, so dass Oliver schon überlegte das Stack wieder runter zu schmeißen und die 6ele wieder hoch zu bauen. Nun hat aber 1-2 Tage vor dem Contest, bei Tests das Stack teilweise 2 S-Stufen stärker Signale in Südamerika fabriziert wie die 5ele, so dass wir die Antennen unverändert gelassen haben.

Die Station bestand dieses Jahr aus: 5ele @ 22m:

2x4ele Stack @ 18/24m:

JP2000 @ 13m und darüber Lamda/4 Vertical @ 16m:

TRX1: FT1000MP Mark V

TRX2: K3

Parallel zur bestehenden WLAN-Internet-Anbindung wurde als Backup noch eine UMTS-Verbindung eingerichtet. Da der Wetzstein etwas ab vom Schuss ist, kam ein 70cm Spiegel mit UMTS Stick im Brennpunkt zum Einsatz:

Die restliche Netzwerktechnik blieb zum letzen Jahr unverändert. Insgesamt sind 5 PCs und ein „Server“ zum Einsatz gekommen:

Für Verpflegung war wie immer ausreichend gesorgt:

Die Station war Freitagabend dann zu 100% einsatzbereit und die ersten Test-QSOs wurden gefahren:

Erstaunlicher Weise ist dieses mal nichts kaputt gegangen, die komplette Technik hat voll durchgehalten, was nicht jedes Jahr der Fall ist. Einzig ein PTT Relais an einer der PAs hat die ersten Stunden nicht immer 100% Kontakt gegeben, was den 2. OP ein wenig nervte, sich aber im Laufe des Contestes von selbst regelte.

Natürlich gibt es nach dem der Contest begonnen hat, für die OPs die nicht an der Station arbeiten, erst einmal eine kleine Pause. Diese Zeit nutzen die meisten, um sich auszuruhen oder sich auf ihren Einsatz vorzubereiten. Natürlich ist es auch die Gelegenheit für ein kleines Schwätzchen.

Zum Contest selbst hatten wir wieder ein Déjà-vu Erlebnis, Freitag beim Testen war die ganze Welt zu erreichen, vor dem Contest am Samstag standen einige interessante Länder im Log, und pünktlich zu Contestbeginn ging wieder gar nix mehr. 188 QSOs (Vorjahr 216) in der ersten Stunde, ist definitiv zu wenig (das ist weniger wie DL2ARD in der 1. Stunde beim DARC 10m Contest fährt), aber was will man machen. Man schaut dann immer rüber zu 10m CW und 15m SSB, aber da lief es auch nicht viel besser. In der Nacht wurden wie immer alle DL Stationen die auf 20m oder 15m im Log auftauchten bei QRZ.Com eingetippt und jeweils eine Antenne optimiert, falls nötig, so das man sagen kann das alle Nachtsprinter sofort gearbeitet werden konnten, wir hatten ja sonnst nichts zu tun.

Am Sonntag ging es dann wieder stark aufwärts, es konnte doch einiges über Es erreicht werden, so dass der Vorsprung von 15m doch wieder schrumpfte (in unserem Log waren wir sogar vorbei gezogen).

Erwähnenswert währe vielleicht noch die Chinesische HQ Station die ebenfalls auf der 28480 arbeitete, was uns zum einen nicht störte aber wo man doch überlegt ob uns doch einige asiatische Stationen nicht gehört haben. Die Chinesen haben dann die Frequenz auch sofort verlassen, als wir das QSO miteinander hatten, und wir weiter CQ riefen.

Unser Ergebnis an sich ist nicht befriedigend, im Vergleich zu 15m SSB und 10m CW muss man sagen, es ist alles so wie es immer war, mehr war nicht drin.

Unsere Internetanbindung ist am Donnerstag Gewitter bedingt einmal ausgefallen, abgesehen von ein paar kurzen Unterbrechungen (<5min) lief die W-Lan Internetanbindung problemlos, so das eine vorsorglich eingerichtete HSDPA Anbindung (70cm Schüssel @ 14m) zwar funktionierte (8Mbit Down / 2 Mbit Up) aber nicht benötigt wurde.

Kurzens Fazit, bei uns lief alles wie es laufen sollte, nur ohne Bedingungen kann man halt nichts machen.

Der Abbau lief dieses Jahr in Rekordzeit, nach 2,5h war außer dem JP2000 alles abgebaut und das Gelände verlassen.

v.l.n.r.: DH1NFJ (Jochen), DG0OKW (Matthias), DG1CMZ (Michael), DL1WA (Frank), DL2ARD (Oliver), DH1DX (Olaf), DH1NAX (Alex)
DL2AMC (Christian) ist leider nicht auf dem Foto.


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