IARU KW WM 2014 DA0HQ 15m SSB

 

 

Gleich als erstes in diesem Blog gibt es keine Aprilscherze.

Am besten ich beginne mal mit einem Auszug aus dem offiziellen Bandbericht unserer Station.

15m SSB Wetzstein 2014

 

Crew: DG0OKW Matthias, DG1CMZ Michael, DH1DX Olaf, DH1NFJ Jochen, DL1WA Frank, DL2AMC Christian, DL2ARD Oliver, DL3ALI Detlev, DL3ANK Norbert, DO2FD Daniela

TRXe 2xK3 + PAs…

Ant. 6ele @ 20m; 6ele @ 18m; 6ele @ 15m; 5ele @14m (von Links nach rechts in Bild 41)

 

Die Ankündigung von Oliver DL2ARD in Mühlberg, wir würden gern 15m machen, löste nicht nur Verwunderung sondern auch Fragen auf. Wer macht 10m SSB ? Im nachhinein kann man sagen, das DR1A und DP9A einen super Job gemacht haben.
Nach Arnstadt war es dann amtlich. Wir machen nach 10 Jahren 10m SSB jetzt mal 15m SSB.
Das hieß, alles neu, absolut alles, außer die Crew. Einen Neuzugang gab es in der Crew allerdings auch. Daniela DO2FD , die vor 3 Wochen erst die Prüfung bestanden hat, versorgte uns vorzüglich mit Kaffee, Kuchen und Nudelsalat.
Es wurde im Vorfeld einer der beiden Container in denen wir funken renoviert. Ebenfalls wurde unsere einzige permanente Antenne (JP2000) abgebaut und (eine Woche vor dem Contest) durch einen 6ele von KLM ersetzt (Bilder 2-26) . Einige andere von Oliver in diversen WWDX Contesten erprobten Antennen wurden auf die umliegenden Masten verteilt. Diese wurden im Vorfeld natürlich getestet und verglichen. Mit Hilfe der Station DL5L (10km östlich, direkte Sicht) wurden von allen Antennen Strahlungsdiagramme aufgenommen und die Feldstärkeunterschiede bei definierter Leistung verglichen. Die (fast) baugleichen 6ele wiesen Gewinnunterschiede von rund einem dB auf (höhenabhängig), der 5ele (niedrigste Antenne) verlor 2,5dB gegen die beste 6ele.
Erstmals wurde vom unteren Container (der Renovierte) gefunkt, neue (kürzere) Kabelwege.
Die Antennen wurden nach und nach aufgebaut, und soweit fertig gemacht das die Masten „nur noch“ aus gekurbelt werden müssen.
Am Donnerstag wie immer das selbe Bild, 3 Leute rennen auf dem Berg umher und versuchen die Station auf zu bauen. Oder schnell noch neue Cat7 Netzwerkkabel ein zu ziehen, einen Kraftstromanschluß ins Shack zu legen, und Tastaturen und Mäuse dazu zu bewegen nicht auf HF zu reagieren.
Gegen Mitternacht war der größte Teil fertig, und es konnte getestet werden. Genügend JAs und Ws standen ja zur Verfügung.
Am Freitag kamen dann noch weiter 2 OMs. Es regnete und gewitterte vom feinsten, so das wir auf dem Berg unser eigenes „Meer“ hatten. (Bilder 31-33)
Als der Regen vorüber war, noch schnell die letzte Antenne 3m über den T-Mast gedrückt (Bild 34,41) und die NF Verkabelung vorgenommen (hatte am Tag zuvor den NF Umschalter vergessen). So Station fertig (Bild 39).

So nun zum Contest…
Es fing an mit „CQ Contest“, und dann ging es los. 252 QSOs in der ersten Stunde, und gleich noch einmal (fast) das selbe in der 2. Stunde hinterher. Nach 4h20min die 1000 QSOs geknackt. Dies sind alles persönliche „Standortrekorde“ die zeigten das die Technik perfekt funktionierte, und unser Konzept zu 110% aufging. Am Anfang dachten wir, es kommen wieder nicht alle QSOs übers Netz auf unsere Rechner, (konnten unseren Vorsprung nicht glauben) aber wie sich später herausstellte fehlten von den ersten 10000 QSOs wohl nur rund 10, was sich wohl verkraften lies.
In den ersten Stunden haben wir (und auch 15m CW) die Multis ein wenig vernachlässigt. Das wurde dann aber nach 4-5h korrigiert, und 15m übernahm auch bei den Multis die Führung. Ja leider hatten wir mit den Bedingungen nicht so viel Glück wie noch an den vorrangegangenen Tagen. Als erstes verschwanden die JAs und noch vor 0Uhr UTC endeten auch die Pileups aus USA. Die Nachtschicht lief dann fast wie aus den letzten Jahren gewohnt. Log beobachten, DL Calls bei QRZ.Com eintippen um die Antennenrichtung heraus zu bekommen, Antenne checken, nachdrehen, warten bis der Sprinter kommt, und arbeiten. Alle 1-2h verirrte sich immer mal wieder ein einsamer (leiser) W auf unsere Frequenz. Aber leider wurden die Bedingungen nicht besser. Der Abstand zu 15m CW blieb die Nacht über (relativ) konstant Während die beiden 20m Stationen uns überholten und nie wieder eingeholt werden konnten. Ja vor 2 Tagen konnte man auf 15m die Nacht noch durchfunken, nun ja.
Die Frühschicht hatte dann auch so ihre Probleme mit den Bedingungen. Es wollte einfach nicht mehr so gut klappen wie am Samstag, und der Abstand zu 15m CW schmolz dahin.

Die Bandmap zeigte nur noch CW Einträge . Da waren die Meldungen aus Jessen , via Chat , eine gut Abwechslung. Würde mir so die Kommunikation mit anderen Bändern wünschen, wenn es darum geht Multis zu schicken bzw. einzufordern.
Ansonsten plätscherte der Sonntag so dahin. Nur noch 2h mit >100 QSOs. Das war nicht das, was wir nach dem rasanten Start am Samstag erwartet haben.
Aber bei den Bedingungen ist man machtlos.
Nach Contest Ende begann der Abbau der Antennen im Regen.
Fazit, alles in allem, können wir mit unserem Ergebnis, sowie auch mit dem Gesamtergebnis von DA0HQ, zufrieden sein. Technische Ausfälle gab es dieses Jahr keine. Alles hat durchgehalten und wir freuen uns schon auf DA0HQ 2015.

73 de Matthias DG0OKW

 

Bild 002

Jahre lang war auf diesem Mast ein JP2000 Multibandbeam montiert. Jetzt sollte hier ein 11m langer 6ele Monobandbeam errichtet werden.

 

Bild 006

Auf gehts, ich halt das mal so lange.

 

 

Bild 012

Das war leicht, die Antenne ist gerade mal 1,5m über dem Grund und schon ist sie oben angekommen, ist der Mast zu niedrig oder die Antenne zu lang..?

 

Bild 017

Der schwierigste Teil, die 6 ele von der Verticalen in die Horizontale zu bringen.

 

Bild 024

Aehm, Leute ihr habt da was vergessen. Das 6. Element.
Wurde erst hinterher montiert, zum einen wegen Gewicht zum anderen um Platz zu haben beim Aufbau.

 

Bild 030

Gruppenfoto mal anders.

 

Bild 032

Wetter gab es von Mega-Sommer bis Sinnflut alles. Hier unser eigenes Thüringer Meer, direkt vorm Shack.

Bild 033

Spielverderber.  😉

Bild 039

Bild 39 Hier mal das Shack,  2 vollkommen identische Arbeitsplätze, einer konnte die ersten 2 Antennen versorgen der andere die restlichen beiden, Menschen haben nun mal leider nur 2 Ohren.

 

Bild 041

Bild 41 Die Antennenfarm. So viel Aluminium hatten wir noch nie aufgebaut, zu HQ.
Von links nach rechts 6ele KLM @ 20m, 6ele KLM @ 18m, 6ele KLM @ 15m und 5ele HyGain @14m
Auf dem einen Mast stehen noch Frank DL1WA und Oliver DL2ARD und holen die letzten Meter Höhe noch raus. Guter Größenvergleich.

 

Bild 043

Hier mal von einer anderen Position aus.

 

Bild 049

Ja Pause muss auch mal sein, Oliver DL2ARD wurde hier zum trocknen aufgehangen, ganzschön ausgelaugt. 😉

 

Bild 050

So es kann los gehen, das Limit ist der Himmel.

 

Bild 055

Der Start, DG1CMZ (links) und DL2ARD geben Vollgas.

 

Bild 059

Hier mal ein kurzer Blick auf den Monitor des 3. OPs. (man kann sogar den Chat mit lesen, pst, alles geheim 😉 )

 

Bild 062

Nein wir haben leider keine Antenne auf den Altvaterturm gestellt.

 

Bild 064

Ich war mal wieder Früh zur richtigen Zeit drausen (um die Frühschicht zu wecken) , da mußte ich mir mal 5min Zeit nehmen ein Paar Fotos von diesem fantastischen Sonnenaufgang zu schiesen…

 

Bild 067

So siehts auf dem Tisch aus, wenn die Umschaltboxen abgebaut sind, es ist immer wieder ein Wunder wie das alles funktioniert.

 

Bild 068

Gruppenbild:  Obere Reihe v.L. Jochen DH1NFJ, Detlef DL3ALI mittlere Reihe v.L. Matthias DG0OKW, Oliver DL2ARD,Norbert DL3ANK, Michael DG1CMZ untere Reihe v.L. Dani DO2FD , Christian DL2AMC, nicht mit auf dem Bild Olaf DH1DX und Frank DL1WA

Hier mal noch ein Paar Videos der anderen Art, die Jochen zusammen bebastelt hat.

Zum einen die ersten Minuten unserer Funkerei.
Dann noch 2 Zeitraffervideos der Überwachungskameras (4 Tage in 4 Minuten), zum einen das innere des Shacks, zum anderen die Dreherei der Antennen.

 

 


Kommentare

IARU KW WM 2014 DA0HQ 15m SSB — 6 Kommentare

  1. ufb Bericht, schöne Bilder und tolle Leistung. Wenn die guten Condx vom Beginn 24h durchgehalten hätten, wären wohl alle OPs heiser gewesen 😉
    Den Preis fuer den besten Stationsaufbau vergebe ich auch an den Wetzstein. Ich hatte mir drei HQ Standorte angeschaut 😉
    Vy 73 de Jens. (Z.Z in Riga im Urlaub)

  2. ufb Bericht, danke für die vielen (Hintergrund-)Infos – man bekommt ein sehr realistisches Bild, wie es an so einem Contestwochenende beim HQ-Team zugeht. 73 und Daumendrücken für die beste Platzierung!

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