Relaismast endlich im Endstadium

Ich bin richtig erschrocken, als ich den letzten Teil der Story vom Relaismast gesucht habe. Das ist nun schon verdammt lange her.Das Aufstellen des Mastes war ohne Seilwinde nicht wirklich einfach. Also mussten erstmal die passenden Grundlagen geschaffen werden. Damals habe ich in meinem Blog darüber berichtet. Da ich nicht in der Nähe sein wollte, wenn die Winde in Betrieb ist, gab es noch eine passende Fernsteuerung. Mit der ganzen Ausrüstung bin ich dann auf den Wetzstein und habe die damalige Version des Mastes „umgelegt“.

Weil das Video so schön ist, hier nochmal (ab 3:55 wird es spannend):

Nach der Aktion war die X300 Schrott aber das Mast hat überlebt. Nun gab es große Pläne. Mehr Antenne und mehr Mast. Um die Frage zu klären, welche Antenne die beste ist musste Messtechnik gebaut werden. Ich habe einfach bei meinem TM-V7 das RSSI-Signal nach aussen gelegt. Eine kleine Software hat das gemessene Signal dann mit GPS verwurstet und nach Google-Earth konvertiert. Herausgekommen sind dabei dann solche Karten:

2011_03_23 X300 Relaismast alt_Magnetfussantenne

Dank Google-Earth konnte man auch solche Bilder generieren:

tal

Hier sieht man schön, wie das Signal schlechter wird, als ich in das Tal gefahren bin.

Als Messstrecke habe ich meinen Arbeitsweg genutzt. Alle paar Tage gab es für DB0REN ne andere Antenne und ich habe meine Messungen gemacht. Somit konnte ich die vorhandenen Antennen praktisch vergleichen. Getestet wurden eine X300, X500, komerzielle gestockte Antenne (ex. Einstiegsantenne DB0HOF) und eine weitere komerzielle Antenne.

Gewonnen hat die Schlacht eindeutig die X500. Die Abdeckung in den Tälern war damit am besten.

Da die X500 die Wetterverhältnisse auf dem Wetzstein (Winter!) nicht aushält gab es etwas Tuning. Als Hülle hat die Antenne ein 6m Glasfaserrohr bekommen. Der Transport war nicht ganz einfach:

IMAG0275

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 Das Innenleben wurde bis auf den Strahler neu konstruiert.

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… und das Glasfaserrohr mit einem Stahlrohr zur Montage am Mast verklebt:

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Somit war die Antenne fertig. Der Mast hatte bis zu dem Zeitpunkt eine Höhe von 20m. Hier wollten wir auch an das für uns maximal Mögliche gehen. Nach diversen Tests mit der Seilwinde sind es dann 27,5m geworden.

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Komplett mit Antenne hat der Platz leider nicht mehr ausgereicht und ein Baum musste dran glauben:

Somit war genung Platz geschaffen, um den Mast ohne Probleme aufstellen zu können. Hier ein Bild von den Antnnen:

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Oben die X500 und etwas weiter unten noch eine X50 (?) und eine Webcam. Die X50 ist für diverse Spielereien gedacht 😉

Eine doppelte Abspannung ist bei der Höhe nun pflicht für den Mast. Hier musste auch wieder Zubehör beschafft und gebastelt werden:

IMG_5051

2012 wurde der Mast in der Konfiguration das erste Mal aufgestellt. Leider gab es Probleme mit der X500. Zwischenzeitlich wurde er kurzzeitig für DA0HQ genutzt:

Bild-009

Leider haben wir es vor dem Winter nicht mehr geschafft den Mast wieder aufzustellen. Somit ging es jetzt erst weiter. Die X500 wurde nochmals geprüft und optimiert:

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Mit funktionierender Antenne konnte der Mast nun endlich wieder aufgebaut werden. Hier sieht man schön, wie labil das ganze Gebilde ist. Die Antenne berührt bei dem Bild übrigens noch den Boden:

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Das Aufrichten des Mastes lässt meinen Puls immernoch extrem ansteigen. Alles 5 mal kontrollieren, dann an einen sicheren Ort begeben und die Winde mittels Fernsteuerung starten. Dann geht das geknacke und geknarze los…..

So sieht der Akt des Aufstellens aus Sicht der Antennen aus:

Bisher scheint alles positiv zu sein. Die Antennen spielen und gute Rapporte für DB0REN gab es ebenfalls 🙂 Mal sehen, wie lange das Konstrukt nun hält.

Beteiligt an der Konstruktion waren ausschlißlich DG0OKW und meine Wenigkeit 😉

73s DH1NFJ


Kommentare

Relaismast endlich im Endstadium — 2 Kommentare

  1. Die Christbaum-Aktion hat mir gefallen, das Aufstell-Video ist beeindruckend.
    Danke für die Aktion und den schönen Beitrag. 73, Peter

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