Reperatur des 80m Array auf dem Sieglitz und ein Blick in die Zukunft

Leider hat sich das 80m Array auf dem Sieglitz beim „vorglühen“ (mit 100W) zum Weihnachtscontest verabschiedet. Im Internet habe ich ein PDF File gefunden welches eine etwas andere Schaltung beschreibt wie ich sie verwendet hatte.

http://www.ov-n15.de/joomla/images/zoom/VFHZZJ/df6qv_final_ger.pdf

Ich habe dann versucht die passenden Teile (Ringkern, Hochspannungskondensatoren, Dummyload) den Winter über zu besorgen und das ganze zusammen zu bauen. Den Teil der Schaltung der für die Rundstrahlverschaltung der beiden Antennen zuständig ist wollte ich beibehalten, es mußte nur ein (defekter) Kondensator ausgetauscht werden.

Dies ist die Originalschaltung mit Messaufbau mitte Oktober 2009.

Dies ist die Originalschaltung mit Messaufbau mitte Oktober 2009.

Bei der alten Schaltung handelte es sich um ein sogenanntes „Lewallen Feed“ wie man es auf Seite 11-38 des ON4UN Lowband DXing Buches findet.
Diese Schaltung kommt ohne zusätzliches Dummyload aus, wesshalb ich sie favorisierte.
Leider hat die Schaltung bei mir nie richtig funktioniert, das Stehwellenverhältniss war irgentwo zwischen 1:2 und 1:3 und die Richtwirkung war auch nicht sonderlich gut ausgeprägt…

Die neue Schaltung, Leider hatte ich den Halter für das Dummyload vergessen.

Die neue Schaltung, Leider hatte ich den Halter für das Dummyload vergessen.

Die neue Schaltung wird als Reed Fischer oder Collins Feed bezeichnet.
Die schwarzen Scheiben in der Nähe des Ringkernes sind in Schrumpfschlauch eingeschrumpfte Leiterplattenstücken um von den vorhandenen 415 pF (die roten Kondensatoren) auf die gewünschten 435 pF zu kommen. Die rosa Drähte dienen (irgentwann mal) zum Anschluß eines Messwerkes um die HF zu überwachen die zurück in das Dummyload fliest.
Das Dummyload soll eigentlich die Leistung die von den Antennen zurück kommt verbraten, was im Idealfall 30dB weniger sind als man in die Schaltung einspeißt, das heißt von 1kW Sendeleistung werden 1W im Dummyload verheitzt. Zuhause auf dem Schreibtisch unter „Laborbedingungen“ habe ich die auch erreicht, aber mit realen Antennen die keine 50Ohm haben ist das ein wenig schwieriger. Der Idealfall waren 24dB auf 3635kHz (3.5W Rücklauf bei 500W Vorlauf), der schlechteste Wert war 14dB auf 3800kHz was 23W Rücklauf bei 500W Sendeleistung bedeutet. Das heist ich werde noch ein wenig an der Anpassung der einzelnen Strahler arbeiten müssen. Das Dummyload hab ich aus 2×15 390Ohm 2W Wiederstände gebaut, was 60W Gesamtleistung bedeutet.

Innenansicht des 51 Ohm Dummyloads

Innenansicht des 51 Ohm Dummyloads

Aber ansonsten läuft alles wunderbar, es gibt jetzt endlich auch eine ausgeprägte Richtwirkung und das SWR ist auf dem gesammten Band nie schlechter wie 1:1.5.
Die um das Array angesiedelten Bäume sind auch dem Frühjahrsputz zum Opfer gefallen, so das da jetzt nichts mehr in unmittelbarer Nähe ist was stören könnte, OK gegen die Bäume die aßerhalb des Geländes stehen kann man leider nichts machen…

Hier mal ein Blick auf das freigelegte Array, und ein älteres Bild vom Dezember 2009. Wer genau hinsieht kann den Anschlußkasten das Arrays erkennen und den Beginn eines weiteren weit in der Zukunft liegenden Projektes.

Hier mal ein Blick auf das freigelegte Array, und ein älteres Bild vom Dezember 2009. Wer genau hinsieht kann den Anschlußkasten das Arrays erkennen und den Beginn eines weiteren weit in der Zukunft liegenden Projektes.

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Glücklicherweise lief gerade ein Österreichischer Contest, Österreich liegt genau in einer der beiden Hauptstrahlrichtungen (320 und 140 Grad), so das man das Vor-/Rückverhältniss sehrgut sehen kann.
Wenn man das S-Meter des Kenwood TRX ernst nimmt, dann sind es 3-4 Sstufen (zwischen S3 und S7) was mit den angegebenen 20dB übereinstimmt. Man kann das klicken des Umschalters im Video gut hören.

Fazit: Das Array spielt empfangsmäßig besser als je zuvor, sendemäsig muss noch ein wenig was getan werden um die Sache zu optimieren…

Ein kleiner Blick in die Zukunft.

Wie einige bereits wissen, bau ich im Moment an einem 4ele 40m Dipolarray, und habe schon diverse Tests durchgeführt. Einer bestand darin das ich den 15m GFK Mast schon einmal probehalber in den Wald gestellt habe. Dann hab ich 2 der 4 Dipole auf 11m Höhe gezogen, schräg nach unten abgespannt, der Einspeisepunkt lag 1-2m hoch, die 2. Seite des Dipols wurde in 2m Höhe wagerecht vom Mast weg aufgehangen.

Da nur 2 der 4 Dipole dran hängen, bekommt die Antenne ein wenig (40 Grad) Schräglage.

Da nur 2 der 4 Dipole dran hängen, bekommt die Antenne ein wenig (40 Grad) Schräglage.

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Links im Display befindes sich das S-Meter, ich denke das das S-Meter nicht so ganz genau geht, weil 7 S-Stufen (42 dB) sind ein wenig viel Vor-/Rückverhältniss für eine schnell mal hingestellte 2ele Antenne, aber zumindest läßt sich ein deutlicher Unterschied hören, was Grund zur Hoffnung gibt wenn die Antenne erst einmal fertig ist…
Ende Mai soll erst einmal der Mast in voller Größe (24m) aufgestellt werden, und die Verkabelung der 160m Vertical, die um den Mast gewickelt wird, erfolgen und Ende Juni wird dann das 40m Array vervollständigt, so das noch eine zeitliche Reserve bis zum WAE-CW im August vorhanden ist.

Anregungen, Fragen und so, bitte einfach unten drunter schreiben, beim anklicken der Bilder werden sie größer.

73 de Matthias DG0OKW


Kommentare

Reperatur des 80m Array auf dem Sieglitz und ein Blick in die Zukunft — 1 Kommentar

  1. Hallo Matthias,

    dein Dummyload gefällt mir gut werde jetzt auch mal einen auf diese art bauen.

    bis demnächst 73 de Marcel DO7AQ

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