Rotorkamera Technikbilder

Nach langer langer Zeit ist es wieder soweit. Die Rotorkamera gibt es wieder. Zurzeit sind wir bei der vierten Evolutionsstufe. Die Technik ist komplett Eigenbau und funktionierte leider nicht immer so zuverlässig, wie sie soll. Ganz am Anfang war der Rotor mit normalen Potis als Richtungssensoren ausgerüstet. Leider waren die Potis zu ungenau (vor allem in den Endbereichen). In der nächsten Version wurden die Potis durch Wingelgeber nach den Gray-Code mit Schleifkontakten ersetzt. Leider verschlissen die Geber bei den rauen Umgebungsbedingungen zu schnell und die Schleifkontakte setzten aus. Die Auflösung lag bei ca. 3° war für die aktuelle Kamera bei vollem Zoom viel zu wenig ist. In der nächsten Ausbaustufe des Rotors wurde komplett auf Positionsgeber verzichtet und stattdessen Schrittmotoren verwendet. Die Motoren stammten aus alten 5 /14“ Diskettenlaufwerken. Leider hatten die Motoren viel zu wenig Kraft. In der Anfangsphase, als das Getriebe noch schön leichtgängig war konnte man die Kamera ohne Probleme positionieren. Nach ein paar Monaten wurde alles zu schwergänig und die Motoren verloren ständig Schritte.

Bis hier hin wurde als Kamera ein normaler Camcorder eingesetzt. Die Tasten für die Zoom-Einstellung waren nach außen geführt und mit dem AVR verbunden.

In der aktuellen Version sehr kräftige Getriebemotoren verbaut. Als Positionsgeben dient ein Impulsgeber mittels Lichtschranke. Ursprünglich waren zwar Hall-Sensoren geplant, die aus Platzgründen leider nicht verbaut werden konnten. Die Auflösung sollte ursprünglich 0,1° betragen. Nach vermessen des Getriebe stellte sich heraus, das man an der schnellsten Stelle im Getriebe ca. 72 Impulse pro Umdrehung benötigt. Leider konnten wir mit Amateurmitteln keine Impulsscheibe in der passenden Größe herstellen. Die Auflösung wurde auf 0,2° verringert und Versuche unternommen, eine Scheibe mit 3cm Durchmesser und 36 Schlitzen zu erstellen. Erste Versuche mit Ausdrucken auf Folie und anschließendem Einlaminieren schlugen leider fehl, die die Sache nicht stabil genug war und die Deckkraft des Toners nicht ausreichend war. Als nächstes wurde Toner auf Leiterplattenmaterial auflaminiert (Anzeichnung) und die Kerben mit einem Dremel herausgeschnitten. Das Leiterplattenmaterial wurde anschließen schwarz lackiert, um Reflexionen zu vermeiden. Diese Konstruktion erwies sich als zuverlässig und leicht herzustellen. Die Steuerung des Rotors übernimmt ein ATMEGA8 mit einen L298 als Motortreiber und der üblichen Grundbeschaltung. Erwähnenswert ist noch der Spannungsregler, der als Schaltregler ausgeführt ist, um unnötigen Strom zu sparen.

Bei dieser Überarbeitung wurde ebenfalls eine neue Kamera eingesetzt. Es handelt sich um eine Colorkamera mit 22fach Motorzoom (3,9 – 86mm) und extremer Lichtempfindlichkeit (0,001 Lux). Gesteuert wird die Kamera, wie auch schon in den älteren Versionen, von dem ATMEGA8. Leider liefert die Kamera keine Rückinformation über die Zoom-Einstellung. Somit muss der Zoom über die Zeitdauer der Tastenansteuerung eingestellt werden. Damit immer ein exakter Wert erreicht wird, fährt der Zoom bei jeder Änderung immer auf den Ausgangswert zurück und stellt dann den gewünschten Zoom-Wert ein.

Zurzeit ist die Kamera in der Erprobungsphase. Es wird ständig dran gebastelt und die Funktionalität zu verbessern. Somit kann es gut möglich sein, das die Kamera mal nicht richtig funktioniert. Falls mal was nicht wie gewünscht funktioniert, einfach einen Eintrag in die Shoutbox oder später noch mal probieren.


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