Wir bauen einen LDF-5 High Power

Wie sollte es auch anders kommen… Der SXTsq 5 ist auf der Webseite von Mikrotik mit 3dB mehr Sendeleistung als der LDF-5 angegeben. Ob das jetzt eine Abgabe inkl. Antennengewinn ist, bleibt unklar. Die Datenblätter sagen aber auch, dass der SXTsq-5 mehr Sendeleistung als der LDF-5 hat.

Der LDF-5 ist mit ca. 17dBm angegeben:

… und der SXTsq-5 mit 25dBm:

Ob die Maximalwerte aus dem Datenblatt zutreffend sind, sei mal dahingestellt. Mit welcher Leistung die PA angesteuert wird ist unbekannt und messen kann ich die Ausgangsleistung leider auch nicht.

Da die Leiterplatten von allen Anschlüssen und Aufnahmepunkten zwischen LDF-5 und SXTsq-5 identisch sind, bietet sich ein Umbau an.

Man muss nur die Netzwerkbuchsen, Reset-Taster, Abstandshalter für die Patchantenne und Kühlkörper tauschen.

Beim SXTsq-5 werden die beiden WLAN-PAs durch die Leiterplatten über die Antenne gekühlt. Hier nochmal beide Leiterplatte im Vergleich.

Auf den Atheros-Chip kann man einfach einen Kühlkörper kleben. Aber was macht man mit den beiden WLAN-PAs? Scheinbar müssen die beim SXTsq-5 auch gekühlt werden.

Ich habe mich dazu entschlossen, kleine Alu-Stücke auf die ICs zu kleben. Somit können die ICs die Wärme nach oben auf das Abschirm-Gehäuse abgeben. Die Lösung ist zwar schlechter als original, aber besser als gar keine Kühlung.

Zwischen Alu-Klötzchen und Deckel kommt noch ein Klecks Wärmeleitpaste…

Nach den Umbauten sieht der LDF-5 dann so aus:

Als Ergebnis der Bastelei bekommt man nun einen LDF-5 High Power mit grünen LEDs… Das Gehäuse habe ich übergangsweise erstmal mit selbstverschweißendem Klebeband verschlossen.

Bei den ersten Einsätzen in der Praxis habe ich auf der Gegenseite ca. 3dB mehr Pegel erreichen können. Nicht ganz so viel, als die Datenblätter versprechen, aber auf jeden Fall eine Verbesserung.

Wo die restlichen 5dB bleiben ist unklar. Es kann sein, dass der SXTsq-5 gar nicht so viel mehr Ausgangsleistung als der LDF-5 hat. Eine andere Möglichkeit könnte auch sein, dass der 4-Fach-Patch anders angepasst ist, als der einzelne Patch beim LDF-5.


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