WPX Contest SSB 2015 DQ8N M/2

Wie (fast) jedes Jahr, so wurde auch dieses Jahr zum WPX Contest, im März, auf den Wetzstein gerufen.
Da der Wetzstein ja keine Permanente Funkstation beherbergt, hies es auch dieses Jahr zuerst wieder Antennen aufbauen, wir haben dieses Jahr mit insgesammt 12 Antennen gefunkt, 2 auf jedem Band, außer 40m da 3 und 160m da reicht eine.

 

Los ging das ganze schon eine Woche vor dem Contest, wo sich einige OMs am Sonntag zum Antennenaufbau trafen.

Bild 001Hier legt Oliver DL2ARD erst mal den Abspannpunkt für den 10m Kurbelmast frei, wo später die 3ele für 20m drauf soll.

 

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Hier ist „Walter der Halter“ nein es ist Norbert DL3ANK der den Kurbelmast fixiert, bis die Abspannungen fest sind.

 

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Hier werden Kindheitserinnerungen geweckt, Frank DL1WA beim Motorad spielen , näng näng… Oder hat er die Elemente zueinander ausgerichtet???

 

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So der Beam ist auf dem Mast, Oliver schraubt ihn nur noch „fest“. Ja nicht fest genug, bei dem Sturm am Contestwochenende hat sich der Beam gelockert und mußte in einer Blitzaktion abgelassen, ausgerichtet, fest geschraubt, und wieder hoch gekurbelt werden, ich hab nicht gestoppt aber es waren weniger als 5min, und das mit nur 3 Leuten und unter Sturmbedingungen.

 

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Ja der Autor war auch vor Ort und hat natürlich nur Blödsinn gemacht, hier die Hacke zerbrochen, beim Eis hacken. In der folgenden Woche haben wir das Eis Problem auf den Gehwegen dann chemisch gelöst, mit Salz, so das es zum Contest keine Probleme gab.

 

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Das Rotor Kabel, muss 5m weit geworfen werden, wie macht man das ohne das der Stecker Schaden nimmt??? Norbert DL3ANK hatte die Idee, Handschuh, Kabelbinder, und alles bleibt heil…

 

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Im Vorfeld zum Contest hat sich heraus gestellt das ein Element des 40m Beams, keinen richtigen Kontakt mehr gibt, SWR ist schlecht und es richt verbrannt. Ja irgendwie hatte sich die Schraube, die die Spule mit dem Element verbindet gelockert, und das ganze hat natürlich „gebrutzelt“, sauber gemacht, neu verschraubt, neuen Schrumpfschlauch drüber, und während des Contestes keine Probleme mehr.

 

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Eigentlich wollten wir in der Woche vor dem Contest noch ein paar Antennen mehr aufbauen, aber die total vereisten Masten haben das nicht zu gelassen, irgend wo muss die Grenze sein. Hier mal ein Beispiel, das Rohr ist 15mm dick, damit ihr mal seht was da für ein Eispanzer auf den Antennen und Masten war…

 

DAS CONTEST WOCHENENDE

Das Contestwochenende begann für die ersten 3 von uns schon am Donnerstag morgen, mit (ja was sonst) Antennen aufbauen.

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 Ein gelungener Wurf, von Frank DL1WA, der eine Schenkel des 160m Dipols, gleich beim ersten Versuch, „richtig“ geworfen hat.

 

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Weiter gings mit dem 2ele Beam für 40m. Dieser hat dieses Jahr seinen Platz mit der 80m Vertical getauscht, so das zum Aufbau mehr Platz ist. Wie einfach der Aufbau war, zeigt Frank DL1WA hier sehr anschaulich.

 

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Der 2ele für 40m wurde immer gekippt das man beim montieren besser an das Ende vom Boomrohr kommt.

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So fertig, der 2ele ist einsatzbereit, allerdings nur auf 5m Höhe, denn zum vollen „hochschieben“ braucht man 4 Leute an den 4 Abspannungen und einen in der Mitte.

 

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Hier dann die vollen 14m Höhe (mehr wollten wir nicht wegen der Sturmwarnung) am Freitag.
Frank DL1WA ist gerade dabei die 40m Loop vor zu bereiten die unter der Yagi befestigt wurde.

 

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Donnerstag wurde dann noch, die mittlerweile eisfreie, 4ele für 10m über die 6ele für 15m montiert.

 

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Glücklicherweise, ging am Donnerstag noch kein Wind, und die Antenne wiegt fast nichts, so das Oliver DL2ARD, das ganz „einfach“ erledigen konnte.

Dannach haben wir noch 2h experimentiert, bis der Beam lief, das Jumperkabel was direkt am Beam war, hatte irgend ein kleines Problem, SWR war 1,7-2,0, aber auf 28.0 war es 1:1.
Nachdem das Kabel weggelassen wurde gab es keine SWR Probleme mehr.
Das Kabel wurde dann noch auf 40m getestet, da gab es ähnliche Probleme, also an der Länge des Kabels lag es nicht.

 

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Freitag ging es dann los mit der 5ele für 10m die unter die 5ele für 20m geschraubt wurde. Da bei uns 10m und 20m von der selben Station aus gemacht werden, hatten wir keine Probleme mit Störungen in den beiden Bändern. Ebenfals am Mast an einem Ausleger beim Smily war der Einspeisepunkt des 80m Dipols, wer genau hin sieht kann den Dipol sehen.

 

Bild 023

Eine Stunde nachdem das letzte Bild aufgenommen wurde, hab ich dieses geschossen. Es zeigt unsere Kabelüberführung für die 40m Loop und die 40m 2ele die ja außerhalb standen. Und es zeigt wie wechselhaft das Wetter an dem Wochenende war, gerade noch blauer Himmel, und auf einmal Schneegestöber.

 

Bild 025

Hier mal wieder das schon übliche Antennenbild. Dieses mal ein wenig leer auf der linken Seite, was daran liegt das uns im Januar 2 Masten umgefallen sind.
Hinten wo die Kerbe im Wald ist, einen Baum links der Kerbe kann man links der Spitze die Spitze unserer 80m Vertical erahnen, auf dem Original sieht man es besser. 😉
Darunter noch eingefahren die 3ele für 20m.
Auf dem Mast mit der gelben Schüssel, erkennt man oben die 5ele für 20m und darunter die 5ele für 10m.
Der hoch aussehende 14m Kurbelmast im Vordergrund beherbergt eine 5ele für 15m.
Dahinter dann die 6ele für 15m und die 4ele für 10m.

 

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Dieses Jahr auch wieder dabei Norberts 2ele Array für 40m.  Dieses mal wurde es außerhalb, hinter dem Parkplatz aufgebaut, Das Problem war, der Waldweg wo die Antenne stand war abschüssig, so das der Einspeisepunkt der unteren Antenne höher sein mußte wie der der oberen.
Genau das versucht Norbert DL3ANK hier gerade aus zu loten.

 

Bild 027

Hier kann man es ein wenig besser sehen, die Kamera hab ich hier mal in Höhe der unteren Einspeisung gehalten. Ich denke es ist gerade, und über dem Parkplatz.
Diese Antenne wurde zum Vergleich mit der 2ele aufgebaut, um einmal zu sehen welche besser geht.
Mein persönliches Fazit, die paar Minuten die ich auf 40m an der Running Station saß hatte ich den Eindruck das sich die Antennen in Richtung USA und England nichts nehmen. Ja das Array war ohne Richtungsumschaltung fest verdrahtet, wurde nur am Sonntag abend mal auf Osten umgesteckt.

Bild 041

Hier noch ein Bild des 40m Arrays vom Sonntag als langsam der Wind aufkam. Es ist interesannt das der Wind so selektiv geblasen hat das eine gerade bleib und die andere sich gebogen hat. Ich hab auch Bilder die noch extremer sind und wo nur die vordere Antenne gebogen ist, aber die sind leider alle unscharf, es war nicht einfach bei Regen und Sturm ordentliche Bilder zu machen.

 

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Hier die 3ele für 20m nachdem sie am Freitag auf ihre 10m Höhe gekurbelt wurde, 4 Mann 4 Seile.
Ganz links Detlef DL3ALI, am Mast Oliver DL2ARD, dahinter Christian DL2AMC, und rechts am Baum Frank DL1WA. Und das wichtigste der brennende Rost.

 

Bild 038

Hier die erwähnte Befestigungsaktion am Sonntag, nur 2 Leute an 2 Abspannungen, und nichts ist passiert. Man beachte den Schnee im vergleich zum vorherigen Bild oder zum ersten Bild eine Woche zu vor, es zeigt immer die selbe Ecke. Ein Paar Stunden Regen und weg ist der Schnee.

 

Bild 032

Kleine technische Defekte gab es auch, glücklicherweise vor dem Contest.
Hier hat sich eine Sicherung verabschiedet bei einem der 6-Pack Bedienteile.

 

Bild 033

Gefunkt wurde auch hier Michael DG1CMZ bei der Arbeit auf 15m im unteren Shack.
Kurze Erklärung des Stationsaufbaus. Links Norberts TS590S die Multistation die in der Lage war auf jeweils eine der beiden Antennen die wir auf jedem Band einsetzen zu zu greifen. Und die einzige Möglichkeit für uns 160m zu funken, da wir keinen Runningbetrieb auf 160m machen.
Rechts daneben 2x K3 die beide gleichberechtigt an der unteren Runningstation zu bedienen waren. Das ist auch die Art wie wir bei DA0HQ funken, hier allerdings wurde hier der 2. TRX nur sehr sporadisch verwendet.

 

Bild 036

Da ich es leider versäumt habe von der oberen Station ein Bild zu machen, gibt es heute mal 2 von der unteren. Hier Oliver DL2ARD bei der Arbeit auf 40m Sonntag früh.

 

Bild 035

Gegrillt wurde auch, hier sieht man Jochen DH1NFJ beim „Feuer machen“.
Ich möchte diese Stelle nutzen und ein besonderes Dankeschön an die „Versorgungsfrauen“ richten, die sich Stunden lang in die Küche stellen, und Stakes ein legen, das (super) Gehacktes anrühren, oder einen riesigen Topf (bunten) Nudelsalat zubereiten. Danke ohne euch würden wir auf dem Berg verhungern.
Einen weiteren Dank möchte ich an Jochen DH1NFJ richten, der in der Woche vor dem Contest fast jeden Abend bis in die Nacht das obere Shack mit Strom versorgt hat einen Tisch eingebaut hat, Netzwerk verlegt, und wer weis was noch alles gemacht hat, das wir am Wochenende ein funktionstüchtiges Shack vorfinden konnten.

 

WETTER

Dem Wetter möchte ich heute mal ein eigenes Kapitel witmen.

Bild 046

Der Sturm hatte in der Nacht von Sonntag auf Montag so stark gewütet, das er uns eine der oberen Abspannungen der 80m Vertical zerrissen hat (Wäscheleine). Interesannter weise die südliche nicht die westliche, wo der Wind eigentlich her kam.
Aber ein 18m GFK Mast von Spiderbeam hält auch mit einer Abspannung weniger.
Die gemessene Spitzengeschwindigkeit am Sonntag war 66km/h am Montag beim Abbau hatten wir sogar bis zu 73 km/h.

 

Bild 051

Auch Montag beim Abbau, eben noch blauer Himmel und auf einmal Graupelschauer.

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Starkregen am Sonntag, man sieht es etwas schlecht, der Wasserstrahl ist 5cm breit und 1cm dick, welcher hier aus der Dachrinne der Wanderhütte floss.

Bild 049Wieder Montag. Strahlender Sonnenschein. Das ist das Rohr mit dem die 4ele 10m Yagi über der 6ele 16m Yagi befestigt wurde, der Sturm hat da eine kleine Beule rein gepustet.

 

Bild 047

Auch ein lustiger Anblick, über Nacht hat der Wind und der Regen Tannennadeln, an die Radiale der 80m Vertical beblasen und nach dem diese entfernt wurden, blieben die Linien aus Nadeln liegen.

 

Bild 053

Montag kurz vor der Abreise, Popkorn für alle, nein noch einmal Graupelschauer, dieses mal bis zu Kirschkern groß.
Ihr seht das Wetter war am Wochenende und besonders am Montag, sehr wechselhaft.
Es sind aber alle Antennen unbeschadet wieder abgebaut worden.

Bild 045Montag früh gleich nach dem aufstehen, total zugereiftes Auto.

Bild 000Und hier wie jedes Jahr unser Ergebnis. Als ich das File von Norbert bekommen habe, zeigte es 26,9 Mio Punkte an, dann hab ich die 3 Jahre alte Länderdatei von Wintest geupdatet und bling hatten wir die 27 Mio Punktemarke geknackt. Für den 1. Platz in DL dürfte es reichen, was unsere Punkte in Europa oder gar der Welt wert sind, wird sich zeigen.
Über 800 QSOs weniger wie 2014, was auch 5,5Mio Punkte weniger bedeutet. Aber was die Bedingungen angeht kann man halt nichts machen.

Ich hoffe mein Bericht hat euch gefallen, dieses mal befindet sich kein Aprilscherz darin, nachdem das letztes Jahr für internationalen Aufruhr gesorgt hat, darf ich das nicht mehr. Ist auch besser so.

73 de Matthias DG0OKW und die ganze Crew von delta quebec eight november

 

 

 

 

 


Kommentare

WPX Contest SSB 2015 DQ8N M/2 — 5 Kommentare

  1. Vielen Dank für den ufb Bericht, tolle Mannschaft und gutes Ergebnis. Sicherlich ein Contest mit großem Erinnerungswert. 73+55 Jens.

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