WWDX-SSB 2014 DL5L 10m SB(A)HP

 

Genau wie letztes Jahr hab ich dieses Jahr auch wieder an den Bildern gespart, aber was soll ich groß fotografieren was ihr nicht aus einem der früheren Blogs schon kennt, und wenn ich alleine bin muss ich ja selber funken.
Wie immer war ich auf 10m unterwegs, während Oliver DL2ARD vom Wetzstein aus das 15m Band unsicher machte.

OK die Station wurde ein wenig geupdatest.

Bild 001

Das Bild hab ich am Freitag Abend aufgenommen, das Thermometer auf den Rotorbedienteilen zeigt noch eiskalte 18°C an.

Vielleicht erkläre ich mal ein wenig das Bild. Als erstes fällt auf es stehen zwei K3 auf dem Tisch, nein kein Geldscheiser, der Linke ist geborgt von DM2MF (Danke an der Stelle). Warum 2, nunja wenn richtig Bedingungen sind, kann man seine Frequenz nicht mal für eine Minute verlassen, um einen Multi zu arbeiten, dann ist die weg. Und das richtig viel los war am Wochenende zeigt die Tatsache das das gesammte 10m Band bis hoch über die 29.200 belegt war.
Die letzten Jahre hab ich da immer mit dem 2. RX meines K3 gearbeitet, das war aber mit der Bedienung und der Eintipperei etwas umständlich. Aus diesem Grund 2x K3 und jeder hat seinen eigenen Rechner. Der 2. Rechner hat den oberen Monitor, der Hauptrechner die unteren beiden, auf dem rechten ist alles was man braucht zum loggen (Logfenster, Teilrufzeichen, N+1, Multiplikatorcheckfenster, DX-Clustermultifenster und Bandmap), und auf dem linken all der Schnickschnack den man eigentlich nicht oder nur selten mal braucht (Rate, Weltkarte, Ergebniss…).
Auf dem rechten K3 steht noch meine Box die dem jeweiligen TRX die jeweilige Antenne zu weist. hinter der rechten Tastatur liegt ein doppelter Fußschlter mit dem die Box gesteuert werden kann, unter dem Tisch gibt es neben dem PTT Fußschalter noch 2 weitere die genau das selbe machen wie der auf dem Tisch, manchmal geht das mit den Händen besser und manchmal mit den Füßen, wobei man bei 3 Antennen (eigentlich 5) schnell den Überblick verliert. Ja Antennen, rechts neben dem rechten K3 liegt eine Aufputzverteilerdose mit 2 Silbernen Knöpfen. Das ist das Bedienteil für den 6-Pack Antennen Umschalter, der rechts unter der langen roten Lampe steht.
Über dem linken K3 der blaue Kasten ist das Bedienteil das Stackmatch (Leihgabe DL2ARD, Danke) mit dem ich zwischen dem 4ele Beam und der R5 Vertical umschalten konnte, oder beide gleichzeitig betreiben kann.
Gerade Sonntag Nachmittag hab ich mich gelegentlich gewundert warum immer wieder mal der ein oder andere Russe oder Pole über die 4ele, die in Richtung Südamerika stand, lauter kam wie über die Ost-Yagi, bis mir irgendwann ein Licht aufging und ich gemerkt hab das die alle über die Vertical kommen, die parallel zur 4ele lief. Bei dem nächsten Kandidaten hab ich das gleich mal ausprobiert und siehe da, wenn ich nur auf Vertical schalte kam er lauter.
Die Antennen vom Sieglitz müßten auch aus anderen Blogs bekannt sein, 5ele @25m, 4ele @22m und JP2000 @12m der dieses Jahr wieder voll drehbar war was im vergleich zu letztem Jahr ein spürbarer Vorteil war. Ja die 4. Antenne war die R5 Vertical, und die 5. die 80m Loop, die nur empfangsmäßig, am 2. Antenneneingang des Running K3 (der Rechte) angeschlossen war und auf den 2. RX lief, was doch das ein oder andere QSO zu stande brachte. Den genauen Nutzen der R5 und der Loop kann man nicht in Zahlen abschätzen, sie haben aber ihre Existänzberechtigung sonnst würde ich sie nicht anschliesen.
Um das mit der Umschalterei zwischen den beiden K3 hin zu bekommen hab ich mir eine kleine Umschaltbox gebaut, die graue Verteilerdose mit dem blauene Stecker rechts vom rechten Monitor. Diese schaltet die PTT das Mikrofon und die Kopfhörer (Stereo), mit einem Knopfdrock um. Dazu sind die Grünen und gelben Tasten auf der rechten Tastatur. Leider hat sich zum WAG heraus gestellt das ich HF ins Mikrofon bekomme wenn ich es über die Box betreibe, so das ich auf die Schnelle ein wenig improvisiert habe und aus 2 Headsets eins gemacht habe welches über 2 Mikrofone verfügt, sieht voll Kosmonautenmäßig aus, aber hat super funktioniert.
Deshalb war es gut das ich dieses Jahr den WAG mal wieder Highpower, unter den Gesichtspunkten des Technik testens mit gemacht habe. Im letzten Jahr hatte ich wegen der Pokalpunkte Lowpower teilgenommen was zum WWDX doch das ein oder andere böse Erwachen gab.
Für alle die die sich gewundert haben warum zum WWDX der Sieglitz auf Wetzsteinfunker komplett verschwunden war, ich hatte das WLAN abgeschalten, weil es doch ein wenig auf 10m stört, ich hab mich über LTE mit Internet versorgt, deswegen auch mein kleiner Netbook rechts neben dem oberen Monitor, er versorgte mich dann mit Clustermeldungen. Deswegen leider keine Bilder von der Shackcam.
Soviel erst einmal zum Bild der Station nun mal zum Contest.
Es ging um 4.10 UTC mit OH0JFD los, der genau wie OK7K einsam CQ rief. Der Start erfolgt auch jedes Jahr früher.Am 1. Tag hab ich früh eigentlich die Angewohnheit, erst einmal paar Stunden drüber zu drehen und Multis zu arbeiten, dieses Mal nicht, gleich Frequenz gesucht und CQ gerufen. Die Multis kamen mit der 2. Station ins Log, leider aber nicht so efektiv wie erhofft, weil doch irgend wie die Zeit fehlt. Am Samstag nach Bandschliesung. Standen 40 QSOs mehr wie 2012 im Log, aber nur 118 Länder, was 20 weniger waren wie im Vorjahr, und wie sich durch Nachfragen herraus stellte auch 20 weniger wie Ilmenau zum selben Zeitpunkt, und das obwohl sie über 200 QSOs weniger hatten. Also Sonntag erst einmal jeden Multi schiesen der irgendwie auftaucht. So konnte ich glücklicherweise meinen Rückstand aufholen und hatte am Ende mit 151 Ländern Gleichstand mit DF0HQ. Was die Zonen angeht hatte ich ja die letzten Jahre immer so meine Schwierigkeiten mit Zone 1 KL7 Alaska. Sonntag tauchte der erste auf und ich ignorierte ihn, mir war klar das auf der QRG die Hölle los brach. Nach 30min und mal wieder eine völlig zugemüllten Ruffrequenz erleichterte meine Entscheidung und hab ich mich dann doch ins Gewühl gestürzt, und siehe da er hat mich erst mal in die Warteschleife gelegt, und dann sofort dran genommen, wau der Jubel war groß (ein Glück war die Shackcam offline) als die 40. Zone im Log stand. Wie ich später erfuhr haben sowohl DL5ANS als auch DL3ANK mit jeweils 100W die Zone 1 auch gearbeitet, was wohl auf einen guten „Schlauch“ zwischen Alaska und Deutschland hindeutete, am Ende hatte ich 3x KL7 im Log, klar wenn se kommen dann in Scharen.
Ansonsten sah es mit DX dieses Jahr ehr schlecht aus, 1095 Stationen aus USA das sind rund 150 weniger als letztes Jahr, nur 109 aus Japan, letztes Jahr waren es 262. Und so zog sich das die ganze Zeit hin, kein KH6, obwohl sie wohl laut in DL gewesen sein sollen. Zone 31 kam aber trotzdem unverhofft ins Log, am Samstag wurde ich von TX7M angerufen, das ist auch mal eine Variante, man läßt sich von der DX Pedition anrufen, Danke. Selbiges galt für D44BS Zone 35 und SU9IG Zone 34, von denen ich angerufen wurde, und ohne die ich die 40 Zonen nicht voll bekommen hätte. Das es wohl Weltweit nur eine Hand voll Leute gab die überhaupt auf irgend einem Band die 40 Zonen voll bekommen hat erfuhr ich erst einen Tag nach dem Contest bei 3830, ich war positiv überrascht das ich mit meinen Multis doch vorn mit dabei bin, trotz des verkorksten Starts. Am Ende muss ich wohl mit dem Ergebniss zufrieden sein, die Bedingungen waren sehrgut aber nicht so Perfekt wie 2013 oder gar 2011. So das der von mir anvisierte DL Rekord aus dem Jahre 1999 (von DF9ZP) wohl weitere 8-10 Jahre bestehen bleibt.
Am Sonntag schloss das Band erst gegen 20 Uhr UTC was doch 1,5h später war wie im letzten Jahr. Was am Ende über 30Stunden Funkbetrieb bedeutet, mit jedem Tag nur 10-15min Mittagspause, wo man schnell mal um die Ecke kann während das Wasser für die 5min Terine im Wasserkocher kocht.
Sonntag hatte ich vergessen mir meine Cola (trinke ich nur zu Contesten, wegen dem Koffein) neben den Platz zu stellen, ich hab 15min gebraucht bis ich mal eine Lücke gefunden habe, um die CQ Schleife 2mal in Folge rufen zu lassen während ich in die Küche geflitzt bin um die Flasche zu holen, ihr seht keine Zeit für Pausen.

Also am Ende waren es 2480 QSOs (ohne doppelte) 100 mehr wie 2013. 40 Zonen und 151 Länder, was 1179998 Punkte ergibt. Das sind knapp 55000 weniger wie letztes Jahr, was die Punkte wert sind wird sich herraus stellen.

Also bei meinem nächsten Blog gibts dann auch wieder mehr Bilder, versprochen…

73 de Matthias DG0OKW

 

P.S. Es gibt immer wieder Leute die mich an „normalen“ Tagen auf dem Sieglitz besuchen und sagen, ja und wie heizt ihr im Winter hier, da musst du dich aber warm anziehen zu deinen Contesten.
Also ich versuche dann meist zu erklären das ich da genau das gegenteilige Problem habe, nämlich das es zu warm wird. An dem nachfolgenden Bild ist nichts manipuliert, es wurde Samstag Abend aufgenommen (Uhr läuft auf UTC).
Das linke ist das Thermomenter, für die die es nicht erkennen können 41°C.

Aber keine Angst wenn man sitzt ist es nicht so heis, die Wärme ist mehr oben. Achja Stromverbrauch lag am Wochenende bei 140 kWh, da hab ich aber das Schlafzimmer extra heizen müssen, weil ich wegen der Mäuse die Tür geschlossen gehalten habe.

Bild 004


Kommentare

WWDX-SSB 2014 DL5L 10m SB(A)HP — 3 Kommentare

  1. Matthias wieder mal prima Bericht.Nun ,jetzt kann das Sonnenfleckenminimum kommen,denn
    KL7 (Zone 1) wurde auf 10m erreicht 😉 .
    vy 73 bis zum WWDX-CW
    Norbert DL3ANK

  2. Matthias, danke für Deinen Bericht. War wieder sehr lehreich, da sieht man mal in jedem Contest kann noch etwas verbessert werden. Es gibt also keinen Stillstand hi. Für alle Mitleser, mein Ergebnis: 122 QSO, 53 DXCC-Länder, 34 CQ-Zonen und das alles auf 10m. 73 Roland DL5ANS

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